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Die Allgemeine Zeitung spricht mit Frank Jung von der "Freundeskreis Töpfermarkt Alzey"

Das Ehepaar Ewald und Katharina Solga hat aus verschiedenen Gründen die Organisation des „ Stelldichein der Töpfer“ abgegeben (die AZ berichtete). Wilhelm Schmitz aus Waldbreitbach, Martin Goerg aus Höhr-Grenzhausen, Ingrid und Frank Jung aus Münchwald und Samuel Weisenborn aus Schiesheim haben nun den „Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“ gegründet und sichern so den Fortbestand der Traditionsveranstaltung.
Die AZ sprach darüber mit Frank Jung.
 
Von Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. November, findet der weithin bekannte Alzeyer Töpfermarkt statt.
Ändert sich mit der Übergabe der Organisation etwas am Konzept des Marktes?
 
Nein, grundsätzlich nicht. Zwanzig Jahre lang haben die Solgas mit großem Engagement und Sachverstand diesen Töpfermarkt für Freunde der handgefertigten Keramik organisiert. Sie holten ausnahmslos professionelle Keramiker nach Alzey und achteten streng darauf, nur jene Werkstätten einzuladen, deren Arbeiten auch strengsten Ansprüchen genügen – etwa, was Materialien, Herstellung und Brenntechnik anbelangt. Über die Jahre blieb so die ausgezeichnete Qualität dieser Veranstaltung gewahrt. Ebenso prägt ein solcher Fachmarkt über eine so lange Zeit den Sachverstand der Kunden. D.h. durch die gute Vorarbeit der Solgas treffen wir auf ein Fachpuplikum, welches die Qualität unserer Keramiken sehr gut beurteilen kann. Und das ist auch absolut in unserem Sinne. Das Motto des Stelldicheins lautet schließlich: ‚Töpfermarkt für meisterhaft gefertigte Gebrauchskeramik‘.
 
Warum haben Sie mit weiteren Teilnehmern den Freundeskreis gegründet?
 
Eine gute Organisation einer solchen Veranstaltung erfordert sehr viel Engagement und Zeitaufwand. Einem Einzelnen ist das neben seiner Arbeit in der Werkstatt kaum zuzumuten.
Alle vier Werkstätten des Freundeskreises folgen seit Jahren der Einladung nach Alzey.
Diese erfolgreiche und einzigartige Veranstaltung darf nicht einfach sterben. Es muss weiter gehen. Im historischen Ambiente rund ums Burggrafiat und Stadtweingut finden wir Keramiker aus der ganzen Republik ein ideales Umfeld, um unseren Objekten einen angemessenen Auftritt zu verschaffen.
 
Schließlich erreichen Sie ihre Kundschaft so auf direktem Weg.
 
Ja, das ist richtig. Der direkte Kontakt zum Kunden bietet Vorteile auf beiden Seiten. Wir Hersteller bekommen unmittelbar Rückmeldung über unsere Produkte Der Kunde hingegen kann sich sachkundig über die Besonderheiten der verschiedenen Techniken und Qualitätsanforderungen bei uns informieren. So profitieren beide Seiten.
 
Wie viele Aussteller sind 2009 dabei?
 
30 Werkstätten sind mit ihrem abwechslungsreichen Angebot anzutreffen. Drei neue Aussteller werden in diesem Jahr dabei sein.
 
Gibt es auch traditionelle Kreationen, oder sind nur moderne Arbeiten zu finden?
 
Das spannende ist, wenn man Gebrauchsgeschirr herstellt, dass die Wurzeln immer in der Tradition liegen. Diese unterschiedlichen Entwicklungen kann man auf dem Markt haut nah erleben.
So gibt es auch Keramik, die sich an der Tradition orientiert aber überwiegend sind dort zeitgenössische Arbeiten vertreten. Z. B. Salzglasiertes Steinzeug von vier Werkstätten ganz individuell in ihrem Erscheinungsbild. Handgefertigtes Porzellan, sogar aus dem Holzbrand.
Kapselbrand und Töpfe mit den verschiedensten Glasurspezialitäten. Jeder der in Alzey vertretenen Keramiker setzt ganz eigene unverwechselbare Akzente in seiner Gestaltung – genau das macht den „Töpfermarkt Alzey“ zu einer einzigartigen Veranstaltung in der Region.
 
Wie hat er denn geöffnet?
 
Am Freitag von 14 bis 18, am Samstag von 10 bis 18 und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
 
Das Gespräch führte Kathrin Damwitz.

Der Töpfermarkt in Alzey in neuen Händen

Er hat Tradition und einen hervorragenden Ruf – weit über die Grenzen der Region hinaus: der Töpfermarkt in Alzey. Jedes Jahr, am Wochenende nach Buß- und Bettag, pilgern Keramikfreunde und Kunsthandwerk-Interessierte in die Alzeyer Schlossgasse, zum „Stelldichein der Töpfer“. Im historischen Ambiente rund um Burggrafiat  und das Weingut der Stadt Alzey finden Keramik-Künstler aus der ganzen Republik ein ideales Umfeld, um ihren Objekten einen angemessenen Auftritt zu verschaffen. Und für die Marktbesucher ist es jedes Mal ein besonderes Vergnügen, in der idyllischen Alzeyer Altstadt auf Entdeckungsreise zu gehen.


Zwanzig Jahre lang haben Ewald und Katharina Solga mit großem Engagement und Sachverstand diesen  Fachmarkt für Freunde der handgefertigten Keramik organisiert. Sie holten ausnahmslos professionelle Töpfer nach Alzey und achteten streng darauf, nur jene Keramiker einzuladen, deren Arbeiten auch strengsten Ansprüchen genügen – etwa was Materialien, Herstellung und Brenntechnik anlangt. Auf diese Weise blieb über die Jahre die ausgezeichnete Qualität  des Angebots gewahrt. Und so hat sich jedes Jahr aufs Neue  das Motto des „Stelldicheins“ bewahrheitet – es ist und bleibt „der Töpfermarkt für meisterhaft gefertigte Gebrauchskeramik.“


Daran wird sich auch künftig nichts ändern, auch wenn die Solgas die Organisation des Marktes aufgegeben haben. Vier der Werkstätten, die seit Jahren der Einladung nach Alzey folgen, haben sich  zusammengeschlossen, um den Fortbestand des Marktes zu sichern: Wilhelm Schmitz aus Waldbreitbach, Martin Goerg aus Höhr-Grenzhausen, Ingrid und Frank Jung aus Münchwald und Samuel Weisenborn. Sie haben den „Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“ gegründet.


 „Diese erfolgreiche und einzigartige Veranstaltung darf nicht einfach sterben,“ begründen etwa Frank und Ingrid Jung ihr Engagement. „Für uns Töpfer besitzen solche Märkte eine große Bedeutung. Hier erreichen wir  direkt, ohne Umwege über Dritte, alle Keramikfreunde, die sich für individuelle Handwerkskunst und Unikate interessieren.“


Und vor allem bietet der Markt Besuchern die Gelegenheit, sich  persönlich bei den Keramikermeistern über die Besonderheiten ihrer Arbeitsweise zu Informieren. Schließlich könnte das Angebot der dreißig Aussteller abwechslungsreicher kaum sein. So wartet der Markt mit Keramik, die sich an der Tradition orientiert,  aber eben auch mit modernen und zeitgenössischen Arbeiten auf. Salzglasiertes Steinzeug oder Porzellan finden sich hier ebenso wie  Bunzlauer Keramik und unterschiedliche Glasurspezialitäten. Jeder der in Alzey vertretenen Keramiker setzt mit seinen Arbeiten ganz eigene, unverwechselbare Akzente – was  den Alzeyer Töpfermarkt zu einer einzigartigen Veranstaltung in der Region macht.