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Als wär’s ein Stück von mir – Judith Radl

Mit dieser Serie wollen wir Sie – unsere Marktbesucher und Keramikinteressierten – und unsere Keramiker etwas näher zusammen bringen.

Wir haben die Künstler gebeten, Ihnen 2 Keramikstücke vorzustellen.
Zum einen, ein eigenes Werk, das eine große Zufriedenheit hervorruft. Nichts Spektuläres – lediglich sehr gelungen. Ein Stück, das genau das verkörpert (oder dem sehr nah kommt) was man anstrebt.
Zum zweiten, ein Stück von einem Kollegen aus der eigenen persönlichen Sammlung. Ein Stück, das sehr beeindruckt oder auch beeinflusst hat.

 Mir geht es ähnlich wie Niek Hoogland, der meinte er würde morgen schon wieder ein anderes Stück auswählen…

 

 

Darum zeige ich lieber meine Werkstattmaskottchen,es ist ein kleines
Sammelsurium das mich immer in meiner Werkstatt umgibt,was wächst und abnimmt im Lauf
der Zeit.
Da ist das Poster von einer Keramik von Miro, was mich einfach glücklich
macht, ein Gefäß, wie ein Kürbis mit dieser tollen Zeichnung, schön, absurd und
unbrauchbar und dabei so unglaublich schön.
Eine Karte aus Mexico mit dem verspielten narrativen Leuchter, ein kleines
Porzellankätzchen auf einem Sims (von mir, das Sims),ein leider kaputter und geklebter
Hirschkopf von mir selber, (hat auch was gutes, dann kann er nicht mehr verkauft werden…).
Und Zeitungsschnipsel mit flammenden Herzen und verschiedenfarbig-grünen
Seeigeln.
Dann noch ein heißgeliebtes Stück Treibholz von meinem Vater mit einem Wandteppichentwurf bemalt.
Es gibt so viele schöne Dinge, die einen inspirieren, aber nur ein paar schaffen es zu persönlichen „Heiligtümern „zu wachsen.

Judith Radl

www.keramikradl.com

Judith Radl – ein Künstlerinportrait

Ich bin Judith Radl lebe und arbeite nun seit etwa 2 Jahren in Bendorf, als Nachbarin-und Schwägerin von meiner Kollegin Uta Minnich.

Wie würdest Du deine Keramik beschreiben?

 

 

Technisch gesehen produziere ich Steinzeug Geschirr, welches mit farbigen Engoben und einer Transparenten Glasur versehen, bei 1200°c im elektrischen Ofen gebrannt wird. Die Waren sind mit Kannelur, Stempel-und Ritzdekoren verziert ,die teilweise nochmals farbig eingelegtwerden.
Das Geschirr eignet sich zum täglichen Gebrauch und ist Spülmaschinen fest.
Meine Kunden sagen Sie erfahren eine Art Urlaubsgefühl, wenn Sie meinen Stand besuchen, Sie suchen Vergleiche wie „irgendwie römisch? griechisch?…eine Art von Vintage-Look ?…In jedem Fall scheinen Sie fröhlich davonzu werden,und das freut mich natürlich am allermeisten

Wie hast Du mit Keramik angefangen und wie war Dein Weg bis heute?
Ich bin sozusagen hineingerollt und hineingewachsen ,als Weber-und
Töpferkind. Direkt nach meinem Schulabschluss habe ich eine 3 jährige Lehre an der
Fachhochschule für Keramik in Landshut absolviert und bin danach als Gesellin „getingelt“.
Auf der Insel Juist, bei der Inseltöpferei Schmidt-Tummeley ,in Oldenburg bei Silke Hagemann,
dem Elterlichen Betrieb Radl in  Österreich, und bei Jessica Stonehouse in Canada.
1997 habe ich mich dann an der niederländischen Grenze in Norddeutschland selbständig gemacht.
Bin dann nochmal mit Sack und Pack für 10 Jahre nach Amsterdam gezogen, und habe vor 2 Jahren
einen weiteren Neustart in Bendorf gewagt.

Wer hat Dich damals und heute beeinflusst?

Damals haben mich besonders meine Arbeitgeber beeinflusst und geprägt.
Jetzt lasse ich mich gerne von diverser Volkskunst inspirieren, greife alte Traditionen wie zum Beispiel die Holländischen Tulpenvasen auf und spiele damit eine Zeit herum.
Natürlich wird man auch von dem, was man im alltäglichen Umgang und Umfeld praktisch und schön findet beeinflusst.

Wie oft warst Du schon auf dem Töpfermarkt Alzey?
Dieses Jahr zum ersten Mal dabei, auf anraten von Uta Minnich,
und meinem lieben Kollegen Willi Schmitz !

Was gefällt Dir am Alzeyer Markt ?
Ich habe von meinen Kollegen vernommen, das zum einen das Ambiente des Weinguts besonders schön sein soll, und das Niveau der zusammengekommenen Töpfer super sei.

Auf welchen Märkten – ausser Alzey – bist Du vertreten?

Meine Markttermine kann man auf meiner Webseite nachlesen, außerdem bin ich dieses Jahr noch im Kultur-Kasino in Höhr-Grenzhausen bis Anfang nächsten Jahres vertreten.

Kann man Dich in Deinem Atelier besuchen?
Man kann mich gerne im Atelier besuchen kommen, entweder auf gut Glück oder vorher kurz anrufen.

Kontaktinformationen:
Judith Radl
Concordiastrasse 3
56170 Bendorf

Telefon
Mobil:0176 3925 4062

email
judith[at]keramikradl.com

www.keramikradl.com

Freuen sie sich!

Nur noch 147 Tage bis zum 27. Töpfermarkt Alzey vom 22. bis 24. November 2013.

Mit 3 neuen Keramikerinnen und einer Sonderaustellung der Extraklasse!

Die neuen Pächter vom Weingut der Stadt Alzey haben uns freundlicherweise den Kelterraum zur Verfügung gestellt, und wir freuen uns auf die 3 neuen Teilnehmerinnen:

Susanne Altzweig von der Keramikgruppe Höhr-Grenzhausen
Judith Radl aus Bendorf
Martina Sigmund-Servetti aus Heilbronn

Wir setzen unsere (neue) Tradition der Sonderaustellungen auch im Jahre 2013 fort: Im Foyer des Weingutes präsentiert Beate Thiesmeyer, international anerkannte Keramikerin und Mitglied der Académie internationale de la céramique (AIC) ihre figürlichen und skulpturellen Arbeiten.

Also – Datum vormerken und auf nach Alzey!