Archiv der Kategorie: Freundeskreis Töpfermarkt Alzey

Wir trauern mit.

 
Ewald Solga, zusammen mit seiner Frau Katharina Gründer des Töpfermarkts Alzey, hat uns verlassen.
Ehepaar Solgar zieht sich aus der Töpfermarkt-Organisation in Alzey zurück
21.10.2009 – ALZEY
Von Armin Burkart
Nein, so ganz glücklich sind Katharina und Ewald Solgar nicht darüber, dass sie nach 22 Jahren die Organisation des Töpfermarktes in Alzey aufgegeben haben. Die äußern, sich erschwerenden Umstände, die nachlassende Unterstützung, aber auch die Beschwernisse des Alters haben beide zu dem Schritt bewogen. Katharina Solgar, 79, ist froh, dass sie nach einem schweren Unfall im Februar langsam wieder auf die Beine kommt und Ewald Solgar, 82, hat sich in dieser Zeit rührend um sie gekümmert. Es ist, wie es ist, aber am Alzeyer Töpfermarkt hängen sie beide, denn er ist ihr Kind.
Als “ungleiches Paar“ sieht sie nur, wer die Beiden oberflächlich betrachtet. Katharina Solgar, geborene Winter, wächst in einer Künstlerfamilie auf. Der Vater, in erster Linie Bildhauer, hatte sich der Forschung über griechische Keramiken verschrieben. Um dem Wesen dieser Keramik auf den Grund zu gehen, besorgte er sich nicht nur die entsprechenden Erden, sondern baute auch die in der Antike üblichen Brennöfen nach.
“Die mussten für den Brand mit Material gefüllt werden und das war für mich willkommene Gelegenheit, mit diesen Materialien nach Herzenslust zu töpfern“, erinnert sich Katharina Solgar an ihre künstlerischen Anfänge.
Ewald Solgar kommt aus einer ganz anderen Richtung. Er lernt Flugzeugbauer und setzt nach dem Krieg ein Ingenieurstudium auf seine handwerkliche Ausbildung. Der Beruf verschlägt ihn für einige Jahre in die USA. Dort lernt er eine vereinfachte Technik zur Härtung von Stahl kennen, kehrt zurück nach Deutschland und findet eine Anstellung als Entwicklungsingenieur bei Opel.
“Dort war diese Technik noch nicht bekannt, aber sehr willkommen“, erinnert sich der Ingenieur und so erhielt er den Auftrag, sie einzuführen und weiter zu entwickeln. 1954 heiraten Katharina und Ewald Solgar. “Dass damit der Doppelname Solgar-Winter folgte, ist ein Trugschluss“, berichtigt die Ehefrau. “Nur unser Atelier heißt in Erinnerung an den Vater so. Ich hatte das zwar bei dem Standesbeamten einmal kurz erwogen, aber der fand das affig“, schmunzelt Katharina Solgar. Und wie fanden der Techniker und die Künstlerin zusammen?
Beide lachen herzlich bei der Frage. “Mein Mann ist sehr sensibel und hat sich immer für meine Arbeit interessiert. Als Ingenieur kann er mit Material und mit Technik umgehen und so wurde er mehr oder weniger zu meinem Brennmeister“, erläutert Katharina Solgar den gemeinsamen Weg. 1983 organisierten die Solgars ihren ersten Töpfermarkt in Ober-Hilbersheim, ihrem damaligen Wohnort. 1987 zogen die Solgars nach Kontakten mit dem damaligen Bürgermeister Walter Zuber mit dem Töpfermarkt um nach Alzey in den Hof des Stadtgutes und ins Burggrafiat und nahmen 1989 Wohnung in Erbes-Büdesheim. Bis zu 30 Aussteller besuchten fortan den Markt in Alzey.
“Alles handverlesene Töpfer“, betonen die Solgars, denn sie wollten keine Industrieprodukte, sondern handgefertigte Gebrauchskeramik. Das ist so bis zum heutigen Tag geblieben. Auch wenn beide die Organisation des Alzeyer Töpfermarktes vom 20. bis 22. November aufgegeben haben, sie werden dennoch teilnehmen. Ein junges Team hat sich unter dem Namen “Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“ zusammengefunden. Am meisten freut die Solgars, dass ihr Enkel, Samuel Weisenborn, in ihre Fußstapfen tritt, denn er bietet in Alzey Glaskunst an.

 

 

Als wär’s ein Stück von mir – Martin Goerg

Mit dieser Serie wollen wir Sie – unsere Marktbesucher und Keramikinteressierten – und unsere Keramiker etwas näher zusammen bringen.

Wir haben die Künstler gebeten, Ihnen 2 Keramikstücke vorzustellen.
Zum einen, ein eigenes Werk, das eine große Zufriedenheit hervorruft. Nichts Spektuläres – lediglich sehr gelungen. Ein Stück, das genau das verkörpert (oder dem sehr nah kommt) was man anstrebt.
Zum zweiten, ein Stück von einem Kollegen aus der eigenen persönlichen Sammlung. Ein Stück, das sehr beeindruckt oder auch beeinflusst hat.

Es ist gar nicht so leicht ein Lieblingsstück herauszupicken, aber ich möchte eine „einfache“ Platte von meiner Werkstattkollegin Monika Debus  vorstellen:
Sie veranschaulicht, wie ein schnelles unkompliziertes Machen wunderbare Keramiken entstehen lässt.

Die viereckige Platte mit einer Engobebemalung und in Monikas Niedrigsalzbrand gebrannt, hängt, wenn sie nicht gerade für Kuchen oder Anderes gebraucht wird, als Bildplatte im Wohnzimmer.


Dem gegenüber zeige ich hier Teller von mir:
Leider komme ich immer weniger dazu Geschirr zu machen, aber gerade der Alzeyer Töpfermarkt, der dieses Jahr der einzige für mich ist, ist dann doch mal wieder ein Anlass. Und besonders Teller mache ich da fast am Liebsten.
Nun habe ich meinen Klassiker mal neu aufgelegt und neue Eßteller gedreht mit einer breiten Fahne, die den Speisen einen besonderen Rahmen geben sollen.
Der Salzbrand hat sie dann auch schön gezeichnet, und so würde ich sie mir fast gern selbst behalten…



Martin Goerg

http://www.keramikgruppe.de/html/mart/mart.html

Handgemachtes für jeden Tag

Handgemachtes für jeden Tag

21.11.2012 – ALZEY
TÖPFERMARKT Willi Schmitz legt Wert auf irdene Schönheiten für den Haushalt

Am Stadtweingut und Burggrafiat findet von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. November, wieder der Töpfermarkt statt.
Wir sprachen mit Keramiker Willi Schmitz vom veranstaltenden Freundeskreis über den Markt.

Herr Schmitz, warum beteiligen Sie sich mit Ihrer Keramikwerkstatt am Alzeyer Töpfermarkt?
Die Initiatoren des Alzeyer Töpfermarktes, Katharina und Ewald Solga, hatten in den 80er Jahren mit dem „Stelldichein der Töpfer“ schon einen qualitativ hoch stehenden Markt für handgefertigte Geschirr-Keramik geschaffen. Und da meine Frau Karin aus Partenheim stammt, war es für uns naheliegend, sich für diese Veranstaltung zu bewerben. Seit 1984 bin ich nun dabei. Außerdem liegt der Schwerpunkt des Töpfermarktes genau wie bei meiner persönlichen Arbeit auf handgefertigtem Gebrauchsgeschirr. Die Kunden des Marktes aus dem Einzugsbereich Alzey, Rheinhessen, Pfalz und Rhein-Main wissen das vielfältige kreative Angebot zu schätzen, wie die gleichbleibend hohen Besucherzahlen und auch das Interesse am neu geschaffenen Internetauftritt „toepfermarktalzey.blogspot.com“ dokumentieren.

Was macht die besondere Atmosphäre der Veranstaltung aus?
Im Vergleich zu anderen Töpfermärkten mit teilweise über 100 Töpfereien fasziniert in Alzey besonders der familiäre Charakter. Mit rund 30 Werkstätten findet sich hier eine eher geringe Teilnehmerzahl auf relativ engem Raum. Bei den Außentemperaturen im November könnte man es fast als kuschelig bezeichnen – und man kennt und schätzt sich seit Jahren. Andererseits begeistert natürlich die historische Kulisse der beiden Höfe „Burggrafiat“ und „Weingut der Stadt Alzey“ in der Schloßgasse mitsamt der Einkehrmöglichkeit in stilvollem Ambiente des Weinguts. Nicht zuletzt trägt die tatkräftige Unterstützung durch die Stadtverwaltung Alzey in vielen kleinen Details, wie etwa der vorweihnachtlichen Beleuchtung, ihren Teil zu einer stimmungsvollen gelungenen Atmosphäre bei. Ohne die gute Zusammenarbeit mit den städtischen Mitarbeitern wäre diese Veranstaltung überhaupt nicht denkbar.

Gibt es 2012 Neuerungen oder besondere Programmpunkte?
In diesem Jahr ist ein neues Teilnehmerpaar dabei: Niek Hoogland und Pim van Huisseling aus den Niederlanden, die das Angebot mit gestalterischen Impulsen bereichern. Und im alten Kelterhaus des Weinguts findet wie in den vergangenen Jahren eine Sonderausstellung statt. Thema 2012: Tischlein deck dich. Alle Aussteller erhalten hier die Möglichkeit, mit Produkten aus ihrem Repertoire und zusätzlicher Dekoration eine Tischsituation individuell zu gestalten und so den Besuchern Beispiele für den praktischen Einsatz von Keramik im alltäglichen Gebrauch zu zeigen.

Warum ist es für die Besucher immer wieder lohnenswert, in die Höfe des Burggrafiats und Stadtweinguts in der Schloßgasse zu kommen?
Die herzliche Atmosphäre und das unvergleichliche Ambiente der historischen Gemäuer im Herzen von Alzey spielen eine wichtige Rolle. Natürlich kommt hinzu, dass die Töpfer im Allgemeinen nette, kommunikative Typen sind, die den Kunden gerne mit fachlicher Kompetenz Rede und Antwort stehen. Langjährige Stamm-Besucher bestätigen, dass sie immer wieder etwas Neues bei den einzelnen Werkstätten entdecken, auch wenn diese schon längere Zeit dabei sind. Bleibendes Qualitätsniveau und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und Kleinserien geben dem Kunden Gewissheit, dass er nicht nur neue Farben, Formen und Oberflächen, sondern auch nach Jahren für „sein“ Geschirr Ersatz und Erweiterung findet.

Wie sind die Öffnungszeiten?
Der Markt hat freitags von 14 bis 18, samstags von 10 bis 18 und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Das Interview führte Kathrin Damwitz.

Als wär’s ein Stück von mir – Ingrid und Frank Jung

Mit dieser Serie wollen wir Sie – unsere Marktbesucher und Keramikinteressierten – und unsere Keramiker etwas näher zusammen bringen.

Wir haben die Künstler gebeten, Ihnen 2 Keramikstücke vorzustellen.
Zum einen, ein eigenes Werk, das eine große Zufriedenheit hervorruft. Nichts Spektuläres – lediglich sehr gelungen. Ein Stück, das genau das verkörpert (oder dem sehr nah kommt) was man anstrebt.
Zum zweiten, ein Stück von einem Kollegen aus der eigenen persönlichen Sammlung. Ein Stück, das sehr beeindruckt oder auch beeinflusst hat.

Obwohl ich (Frank) eher die praktische Gebrauchskeramik den verspielten, dekorativen Töpfen den Vorzug gebe, ist es mit den Lieblingsstücken, die wir über die Jahre erworben haben manchmal doch anders.

Viele Errungenschaften von geschätzten Kollegen entwickeln ihre wahre Schönheit erst nach Jahren und werden im täglichen Gebrauch zu Lieblingsstücken.

Da ist die ovale Platte von Walter Salzer: Vor ca. 15 Jahren auf dem Töpfermarkt in Sindringen getauscht oder gekauft. „Bei besonderen Anlässen ist dieses tolle Stück immer die 1.Wahl“, sagt Ingrid.

Ganz im Gegensatz zu der praktischen Schale haben wir einen „Blumentopf“, der immer wieder mein Herz erfreut. „Die Kombination des Rakubrandes in türkis in Verbindung mit den Blüten auf Drähten ist in seiner übertriebenen , verspielten Art immer aufs neue erfrischend“, findet Frank.
Aber von welcher Kollegin ist das tolle Stück???  Vor vielen Jahren haben wir den „Blumentopf“ in Bingen  auf dem Töpfermarkt erworben. Wer kann uns da weiterhelfen ?
info@jung-t-de

Und dann sind da die eigenen Produkte; viele schon hundertfach hergestellt wie dies Schale. Doch jeder Brand birgt die Chance auf herausragende Teile. Form, Glasur und Dekor sind perfekt gelungen. Alles stimmt. Solche Stücke halten wir dann schon mal von unseren Kunden eine Zeit lang fern – oder behalten sie selbst.“

Und los geht’s!

 

Willkommen zum 26. Töpfermarkt Alzey!

23.-25. November 2012
Freitag 14 – 18 Uhr
Samstag 10 – 18 Uhr
Sonntag 11 – 18 Uhr


In diesem Jahr freuen wir uns, Niek Hoogland und Pim van Huisseling aus Steyl in den Niederlanden (und international bekannt) als neue Aussteller dabei zu haben. Sammler von Irdenware werden sie von Märkten wie Höhr-Grenzhausen und Diessen, sowie Galerie-Ausstellungen – z.B Kasino in Höhr-Grenzhausen – bestimmt kennen.

Unser diesjähriges Thema ist „Tischlein-deck-dich“, eine Ausstellung von Keramik im täglichen Gebrauch und im Kelterhaus individuell von den Marktteilnehmern gestaltet.
Holen Sie sich Ideen für Zuhause!

Ute und Ulrich Kaufmann im Weingut der Stadt Alzey sorgen auch in diesem Jahr für das leibliche Wohl mit Imbiss und Getränken.

Ein Besuch beim Töpfermarkt Alzey lohnt sich wirklich!

Gestern und Heute – 25 Jahre Töpfermarkt Alzey

 


Als Katharina und Ewald Solga 1983 eine Gruppe von Kollegen zum „Stelldichein der Töpfer“ auf den Hof ihres Hauses in Ober-Hilbersheim einluden, konnten sie sich nicht vorstellen, daß sie eine Tradition ins Leben gerufen hatten, die mehr als 25 Jahre ohne Unterbrechung fortgesetzt werden würde.
 
Zum ersten Treffen zählten nur 10 Töpfer; der Markt fand bis 1987 in Ober-Hilbersheim statt, bis der Bürgermeister von Alzey, Walter Zuber (später Innenminister von Rheinland-Pfalz), die Höfe von Burggrafiat und Stadtweingut seiner Stadt zur Verfügung stellte.
 
Mittlerweile kommen 30 Töpfer aus ganz Deutschland zum Markt, der weiter an Popularität gewonnen hat und als  sehr geschätzte vorweihnachtliche Attraktion angenommen wird. Die Keramiker nutzen ihn als eine wertvolle Plattform, die Kontakte zu ihren Kunden zu erneuern und zu vertiefen.
 
Im Jahre 2011 begrusst der Markt mit Hans Fischer einen hoch angesehenen Keramiker aus Passau, der sich selten auf einen Markt nördlich des Weißwurstäquators wagt.
 
Der diesjährige 25. Markt vom 18. – 20. November – traditionell am Wochenende nach Buß-und Bettag – markiert zugleich einen Meilenstein und die Fortsetzung einer langen Tradition.
 
Nach der erfolgreichen Einführung eines jährlichen Themas (im letzten Jahr stellten „Junge Talente“ – 2 Studenten der Fachschulen für Keramikgestaltung und Keramiktechnik in Höhr-Grenzhausen- ihre Arbeiten einem begeisterten Publikum vor), lautet in diesem Jahr das Thema „Gestern und Heute“,  eine Sonderausstellung im Kelterhaus mit einer Gegenüberstelung von Arbeiten aus den Anfangszeiten des Marktes und aktuellen Arbeiten von heute.
 
Viele der gegenwärtigen Marktteilnehmer waren schon 1987, einige sogar schon beim ersten „Stelldichein der Töpfer“ im Jahre 1983 dabei.
 
Katharina und Ewald Solga, die den Markt bis ins hohe Alter organiserten, haben sich vor 3 Jahren zurückgezogen, was den Fortbestand des Marktes bedrohte.
 
5 Künstler – Keramiker Martin Goerg aus Höhr-Grenshausen, Ingrid und Frank Jung aus Münchwald, Wilhelm Schmitz aus Waldbreitbach an der Wied und Sam Weisenborn, Glaskünstler (Katharina und Ewald Solgas Enkel) aus Schiesheim fühlten sich der Tradition verpflichtet und gründeten spontan den „Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“, um den Markt fortzuführen.
 
Sie sind dem Credo „der Töpfermarkt für meisterhaft gefertigte Gebrauchskeramik“ treu geblieben und setzen weiterhin auf Beständigkeit,  wenn auch mit wenigen aber dennoch signifikanten Änderungen, wie z.B. der Einführung von Jahresthemen, um den Marktbesuchern neue Aspekte zu bieten oder der Nutzung von neuen Medien, um ein breiteres Publikum anzusprechen.
 
Auf der Töpfermarkt Alzey Website http://toepfermarktalzey.blogspot.com/ befinden sich Profile von den teilnehmenden Künstlern und deren Arbeiten, mit Website-Links, Dokumentation von Presseartikeln und Informationen über den Markt.
 
Der diesjährige Markt findet am Freitag, den 18.11. (14:00 bis 18:00 Uhr), Samstag, den 19.11. (10.00 bis 18:00 Uhr) und Sonntag, den 20.11. (11:00 bis 18:00 Uhr) im Burggrafiat und Stadtweingut statt.
 
Für eine erholsame Pause mit Imbiss und Getränken sorgen wie immer Ute und Ulrich Kaufmann im Weingut der Stadt Alzey.

Wilhelm Schmitz – ein Künstlerportrait

Ich heiße Wilhelm Schmitz, bin in Waldbreitbach an der Wied im rheinischen Westerwald geboren und habe meine Werkstatt in Räumlichkeiten meines Elternhauses. 



Wie würdest Du deine Keramik beschreiben? 
Meine Keramik ist funktional, schlicht, zeitlos und hat eine klare Formensprache. Der Schwerpunkt meiner Arbeit ist Steinzeug-Geschirr alltagstauglich, lebensmittelecht und spülmaschinenfest. 

Wie hast Du mit Keramik angefangen und wie war dein Weg bis heute?
Während meines Studiums für Lehramt an Grund- und Hauptschulen lernte ich das Material „Ton“ kennen und lieben. Es folgte eine zweite Ausbildung zum Keramiker. Nach 3-jähriger Lehrzeit in Höhr-Grenzhausen, anschließendem Fachschulbesuch mit Meisterprüfung startete ich 1983 in die Selbständigkeit. 

Wer hat dich damals und heute beeinflusst?
Die Lehrmeister und Kollegen im Töpferhof Mühlendyck, während der Fachschulzeit die unterschiedlichen Arbeitsweisen der MitschülerInnen und Wolf Matthes, und heute der „Markt“. 

Wie oft warst Du schon auf dem Töpfermarkt in Alzey?
Ich war schon beim 1. Alzeyer Töpfermarkt dabei und habe seitdem jedes Jahr teilgenommen. 

Was gefällt Dir am Alzeyer Markt?
Mir gefällt die familiäre und stimmungsvolle Atmosphäre, die überschaubare Anzahl der Aussteller und die hohe Qualität der angebotenen Ware. 


Auf welchen anderen Märkten bist Du sonst noch vertreten?

Sindringen, Denklingen, Höhr-Grenzhausen, Bonn, Sindelfingen-Darmsheim, Marbach am Neckar, Köln, Waldburg, Aachen, Melchingen, Neuburg an der Donau und Ransbach-Baumbach. 

Kann man Dich in Deinem Atelier besuchen?
Ja, am besten nach telefonischer Vereinbarung 

Töpferei Wilhelm Schmitz
Neuwieder Straße 47
D-56588 Waldbreitbach
Tel 02638-5453 oder mobil 0178-8452034

email: info@keramik-schmitz.de
www.keramik-schmitz.de

Ingrid und Frank Jung – ein Künstlerpaarportrait

Wir sind Ingrid und Frank Jung von der Töpferei auf der Heide in Münchwald (Hunsrück ).

Wie hast Du mit Keramik angefangen und wie war dein Weg bis heute? Wie würdest Du deine Keramik beschreiben?


Münchwald ist ein traditioneller Töpferort. Das brachte mich zum Töpferhandwerk. Nach einer Ausbildung im Westerwald arbeitete ich fast drei Jahre in Tailfingen als Geselle. Dort machten wir braune Salzglasur. In Tailfingen lernte ich auch meine Frau Ingrid kennen. 1985 machten Ingrid und ich uns dann im Haus meiner Großeltern in Münchwald selbstständig. Geschirr und Gartenkeramik sind seitdem unser “ täglich Brot“.


Wie oft warst Du schon auf dem Töpfermarkt in Alzey?

Da wir nur eine halbe Autostunde von Alzey entfernt sind, besuchen wir den Töpfermarkt in Alzey seit 25 Jahren immer mit großer Freude.

Was gefällt Dir am Alzeyer Markt?

Da war es auch keine Frage, sich weiter für den Erhalt des Marktes einzusetzen. Es macht uns Spaß, als Mitglied im „Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“ aktiv zu sein und mit kompetenten Kollegen und Freunden den Markt erfolgreich zu organisieren.
Auf welchen anderen Märkten bist Du sonst noch vertreten?
Sonst findet man uns auf den Märkten in Dillingen, Sindringen, Höhr-Grenzhausen, Trier, und Mussbach.

Kann man Dich in Deinem Atelier besuchen?

Zwei mal im Jahr veranstalten wir einen Hofmarkt mit anderen Ausstellern, denn am liebsten verkaufen wir unsere Keramik am Haus. Da ist auch das Angebot am optimalsten.

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. von 9 –17 Uhr und nach Vereinbarung unter 06706-8474.

Kontaktdaten:
Adresse:
Töpferei auf der Heide
Soonwaldstr. 19
55595 Münchwald


email:Info@jung-t.de
http://jung-t.de/

 

Martin Goerg – ein Künstlerportrait



Ich bin Martin Goerg und komme aus Höhr-Grenzhausen.


Wie würdest Du deine Keramik beschreiben?
Meine Keramik ist vielseitig: Gebrauchsgeschirr, Gefäßobjekte, Baukeramik, aber immer durch meine individuelle, zeitgemäße Salzglasuroberfläche geprägt.

Wie hast Du mit Keramik angefangen und wie war dein Weg bis heute?
Ich kenne Keramik seit meiner Kindheit im Westerwald und sie hat mich seitdem fasziniert. Meine Lehre habe ich in der Werkstatt Elfriede Balzar-Kopp in Höhr-Grenzhausen absolviert, danach besuchte ich dort die Fachschule für Keramikgestaltung, auch mit abschließender Meisterprüfung. Anschließend habe ich einige Zeit in verschiedenen Werkstätten mitgearbeitet und mich dann 1990 selbständig gemacht, seit 1992 in der Keramikgruppe Grenzhausen.


Wer hat dich damals und heute beeinflusst?
Beeinflußt haben mich seit der Lehre die verschiedensten Begegnungen mit der Keramik.

Wie oft warst Du schon auf dem Töpfermarkt in Alzey?
Ich bin schon seit vielen Jahren in Alzey auf dem Markt.

Was gefällt Dir am Alzeyer Markt?
Mir gefällt die persönliche Atmosphäre sehr.


Auf welchen anderen Märkten bist Du sonst noch vertreten?

Außerdem bin ich in Höhr-Grenzhausen und in Oldenburg vertreten.


Kann man Dich in Deinem Atelier besuchen?
Natürlich kann man mich gerne auch in der Werkstatt besuchen, wo es einen großzügigen Laden-/ Galerieraum gibt.


Kontaktdaten:
Martin Goerg
Brunnenstrasse 13
56203 Höhr-Grenzhausen

Tel.: 02624 5953

email: martin.goerg@keramikgruppe.de
www.martin-goerg.de