Archiv der Kategorie: Alzey 2012

Anregungen für die Festtafel

Anregungen für die Festtafel

24.11.2012 – ALZEY
Von Kathrin Damwitz
TÖPFERMARKT Traditionsveranstaltung an Stadtweingut und Burggrafiat eröffnet / 30 Meisterwerkstätten


Während im Obergeschoss des Stadtweingutes Glühwein, Würstchen, Kaffee und Kuchen verkauft werden, wartet im Erdgeschoss schon der „gedeckte Tisch“ auf Besucher: Die teilnehmenden Werkstätten am Töpfermarkt haben die Tafeln mit ihren Tellern, Schalen, einer Etagère mit Törtchen, Kaffeegedecken bestückt. So können sich die Kunden inspirieren lassen beim Kauf eines neuen Geschirrs oder von Deko-Artikeln. Die 30 teilnehmenden Meisterwerkstätten wiederum haben die Möglichkeiten, ihre Gebrauchskeramik dort zu präsentieren, wo sie häufig verwendet wird: auf dem gedeckten Tisch nämlich.
Bea Heyden aus Mörsfeld schlendert mit Bekannten aus Worms und Frankenthal vorbei am elegant-weißen oder modern grün-golden getupften Geschirr. „Hübsch sieht das aus“, lautet ihr Urteil, aber sie wolle doch lieber im Hof des Stadtgutes und des Burggrafiats „gezielt Stände“ ansteuern und mal schauen, was es so Neues gibt. „Der Markt hier in Alzey ist überschaubar und bietet für jeden etwas“, findet Bea Heyden. Das wird im Hof deutlich, wo das Vogelhäuschen neben der Feuerschale aus Keramik hängt, der Baumschmuck bei Räucherstäbchenhaltern, Mörsern oder Krippenfiguren auf Abnehmer wartet. Das Angebot ist vielfältig und der Markt hat sich in den letzten 26 Jahren „etabliert und prächtig entwickelt“, wie Bürgermeister Christoph Burkhard bei der offiziellen Eröffnung erfreut feststellt. Gemeinsam mit dem veranstaltenden „Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“ gibt er den Startschuss. Der Markt sei über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und stelle eine gute Werbung dar, konstatiert Burkhard, der allen Helfern dankt.
Reiner und Gabriela Keitsch sind aus Hahnstätten im Rhein-Lahn-Kreis mit ihrer Bekannten Christiane Henn angereist. Gabriela Keitsch liebt Töpfermärkte, „aber in Alzey waren wir noch nie“. Durchs Stöbern im Internet ist sie auf die hiesige Veranstaltung gestoßen. „Hier ist es toll, die Töpfer sind nett, und es gibt viele unterschiedliche Keramikwaren“, findet Gabriela Keitsch lobende Worte. Keramikmeisterin Ingmarie Gundlach berät eine Kundin, die einen Brotbehälter kaufen möchte, verziert mit dem typischen Muster aus Kringeln. Sie ist seit acht Jahren in Alzey dabei, unterstreicht, dass das Publikum hier sehr fachkundig und interessiert sei. Und Rosemarie Oswald aus Göda in Sachsen fasst ihren Eindruck so zusammen: „Der Markt ist klein, aber fein.“ Sie gestaltet mit ihrem Ehemann Keramik im Bunzlauer Stil, die durch ihr besonderes Dekor auffällt. Seit 15 Jahren haben die Oswalds einen Stand in Alzey, wo sie die vornehmlich in blau gehaltenen Kannen, Teller, Platten und Schalen anbieten. „Wir sind sehr dankbar, dass der Freundeskreis den Markt weiterführt“, sag t die Teilnehmerin.
Am Samstag hat der Töpfermarkt im Hof von Burggrafiat und Stadtweingut in der Schloßgasse von 10 bis 18 und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Handgemachtes für jeden Tag

Handgemachtes für jeden Tag

21.11.2012 – ALZEY
TÖPFERMARKT Willi Schmitz legt Wert auf irdene Schönheiten für den Haushalt

Am Stadtweingut und Burggrafiat findet von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. November, wieder der Töpfermarkt statt.
Wir sprachen mit Keramiker Willi Schmitz vom veranstaltenden Freundeskreis über den Markt.

Herr Schmitz, warum beteiligen Sie sich mit Ihrer Keramikwerkstatt am Alzeyer Töpfermarkt?
Die Initiatoren des Alzeyer Töpfermarktes, Katharina und Ewald Solga, hatten in den 80er Jahren mit dem „Stelldichein der Töpfer“ schon einen qualitativ hoch stehenden Markt für handgefertigte Geschirr-Keramik geschaffen. Und da meine Frau Karin aus Partenheim stammt, war es für uns naheliegend, sich für diese Veranstaltung zu bewerben. Seit 1984 bin ich nun dabei. Außerdem liegt der Schwerpunkt des Töpfermarktes genau wie bei meiner persönlichen Arbeit auf handgefertigtem Gebrauchsgeschirr. Die Kunden des Marktes aus dem Einzugsbereich Alzey, Rheinhessen, Pfalz und Rhein-Main wissen das vielfältige kreative Angebot zu schätzen, wie die gleichbleibend hohen Besucherzahlen und auch das Interesse am neu geschaffenen Internetauftritt „toepfermarktalzey.blogspot.com“ dokumentieren.

Was macht die besondere Atmosphäre der Veranstaltung aus?
Im Vergleich zu anderen Töpfermärkten mit teilweise über 100 Töpfereien fasziniert in Alzey besonders der familiäre Charakter. Mit rund 30 Werkstätten findet sich hier eine eher geringe Teilnehmerzahl auf relativ engem Raum. Bei den Außentemperaturen im November könnte man es fast als kuschelig bezeichnen – und man kennt und schätzt sich seit Jahren. Andererseits begeistert natürlich die historische Kulisse der beiden Höfe „Burggrafiat“ und „Weingut der Stadt Alzey“ in der Schloßgasse mitsamt der Einkehrmöglichkeit in stilvollem Ambiente des Weinguts. Nicht zuletzt trägt die tatkräftige Unterstützung durch die Stadtverwaltung Alzey in vielen kleinen Details, wie etwa der vorweihnachtlichen Beleuchtung, ihren Teil zu einer stimmungsvollen gelungenen Atmosphäre bei. Ohne die gute Zusammenarbeit mit den städtischen Mitarbeitern wäre diese Veranstaltung überhaupt nicht denkbar.

Gibt es 2012 Neuerungen oder besondere Programmpunkte?
In diesem Jahr ist ein neues Teilnehmerpaar dabei: Niek Hoogland und Pim van Huisseling aus den Niederlanden, die das Angebot mit gestalterischen Impulsen bereichern. Und im alten Kelterhaus des Weinguts findet wie in den vergangenen Jahren eine Sonderausstellung statt. Thema 2012: Tischlein deck dich. Alle Aussteller erhalten hier die Möglichkeit, mit Produkten aus ihrem Repertoire und zusätzlicher Dekoration eine Tischsituation individuell zu gestalten und so den Besuchern Beispiele für den praktischen Einsatz von Keramik im alltäglichen Gebrauch zu zeigen.

Warum ist es für die Besucher immer wieder lohnenswert, in die Höfe des Burggrafiats und Stadtweinguts in der Schloßgasse zu kommen?
Die herzliche Atmosphäre und das unvergleichliche Ambiente der historischen Gemäuer im Herzen von Alzey spielen eine wichtige Rolle. Natürlich kommt hinzu, dass die Töpfer im Allgemeinen nette, kommunikative Typen sind, die den Kunden gerne mit fachlicher Kompetenz Rede und Antwort stehen. Langjährige Stamm-Besucher bestätigen, dass sie immer wieder etwas Neues bei den einzelnen Werkstätten entdecken, auch wenn diese schon längere Zeit dabei sind. Bleibendes Qualitätsniveau und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und Kleinserien geben dem Kunden Gewissheit, dass er nicht nur neue Farben, Formen und Oberflächen, sondern auch nach Jahren für „sein“ Geschirr Ersatz und Erweiterung findet.

Wie sind die Öffnungszeiten?
Der Markt hat freitags von 14 bis 18, samstags von 10 bis 18 und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Das Interview führte Kathrin Damwitz.

Meisterhaft gefertigte Keramik – Mainzer Allgemeine Zeitung schreibt über Töpfermarkt Alzey

Wärmender Tee an einem kalten Wintertag; eine duftende Tasse Kaffee zum Frühstück: Man stelle sich diese Szenarien einmal mit Plastikbecher und Plastikgeschirr vor und ein weiteres Mal mit handgedrehtem, schön bemaltem Ton- oder Keramikgeschirr.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Kaffee und Tee bis zu 57 Prozent besser schmecken, wenn man sie aus einem Becher trinkt, der von Hand gedreht und dekoriert wurde. Eine große Auswahl an Gebrauchsgeschirr, handwerklichen Kleinserien und Unikaten bietet der Alzeyer Töpfermarkt, der auch in diesem Jahr wieder im Stadtweingut und Burggrafiat stattfindet.
29 Werkstätten, eingeladen vom „Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“ bieten hier ihre Ware an. Eine gute Gelegenheit, die ersten Weihnachtsgeschenke zu ergattern – vor allem, weil man das Stöbern und Staunen durch eine erholsame Pause mit Imbiss und Getränken des Weinguts der Stadt Alzey abrunden kann.

Kerstin Petry

Niek Hoogland und Pim van Huisseling – ein Künstlerpaarportrait

Wir sind Niek Hoogland und Pim van Huisseling und kommen aus  Steyl in den Niederlanden




Wie würdet Ihr Eure Keramik beschreiben?

Wir leben und arbeiten in einer Stadt mit einer langen Tradition in der Herstellung von Irdenware. Wir sehen diese Tradition als Quelle, ohne mit dieser Tradition fest verzurrt  zu sein. Unser roter Ton wird mit einer cremig weissen Engobe bedeckt und mit Engobe bemalt. Sgraffito enthüllt den Körper aus rotem Ton Schicht für Schicht. Langsam baut sich eine Geschichte auf. Wir machen Töpfe, die Ihr gerne benutzt.

Wie habt Ihr mit Keramik angefangen und wie war Euer Weg bis heute?

Niek begann seine Töpferausbildung 1985 und arbeitete anschliessend 2 Jahre als Produktionstöpfer.
Die Töpferei wurde 1991 gegründet – Niek hat getöpfert und Pim hat überall ausgeholfen.
Seit 1999 arbeitet Pim in der Töpferei in eigener Regie.

Wir machen beide Irdenware, aber wir haben uns in unterschiedliche Richtungen entwickelt.


Wer hat Euch damals und heute beeinflusst?
Nieks Interesse in tradioneller Keramik war schon immer ein wichtiger Einfluss. 
Pims Arbeiten werden von alter Glaskunst und  der Kalligraphie innerstädtischer Grafitti beeinflusst.

Wir werden weiterhin beide von zeitgenössischer britischer und französischer Slipware beeinflusst.

Wie oft wart Ihr schon auf dem Töpfermarkt Alzey?

Wir kommen zum ersten Mal und freuen uns sehr.

Was gefällt Euch am Alzeyer Markt?

Wir kennen einige Töpfer, die Alzey seit Jahren besuchen und begeistert sind.


Auf welchen Märkten –ausser Alzey – seid Ihr vertreten?

In Deutschland sind wir in Höhr-Grenzhausen, Diessen und Oldenburg. In England: Rufford, Hatfield und Farnham. In Belgien: Raeren. Und natürlich auch in Milsbeek, Swalmen und Dordrecht in den Niederlanden.

Kann man Euch in Eurem Atelier besuchen?

Sehr gerne! Wir haben in diesem Jahr unsere Tage der offenen Tür am 13. & 14. Oktober 2012, aber auch sonst sind wir meistens da. Einfach vorher anrufen – wir sind nur ein paar Kilometer hinter der Grenze, nicht weit von Kaldenkirchen.

Niek Hoogland und Pim van Huisseling

Parkstraat 11b
5935BM Steyl
NL

Fon:+31 (0) 77 3736775

E-Mail: pottenbakkerij.hoogland@hetnet.nl
Web: http://www.niekhoogland.nl/   <!– BODY,DIV,TABLE,THEAD,TBODY,TFOOT,TR,TH,TD,P { font-family:“Arial“; font-size:x-small }

 

Und los geht’s!

 

Willkommen zum 26. Töpfermarkt Alzey!

23.-25. November 2012
Freitag 14 – 18 Uhr
Samstag 10 – 18 Uhr
Sonntag 11 – 18 Uhr


In diesem Jahr freuen wir uns, Niek Hoogland und Pim van Huisseling aus Steyl in den Niederlanden (und international bekannt) als neue Aussteller dabei zu haben. Sammler von Irdenware werden sie von Märkten wie Höhr-Grenzhausen und Diessen, sowie Galerie-Ausstellungen – z.B Kasino in Höhr-Grenzhausen – bestimmt kennen.

Unser diesjähriges Thema ist „Tischlein-deck-dich“, eine Ausstellung von Keramik im täglichen Gebrauch und im Kelterhaus individuell von den Marktteilnehmern gestaltet.
Holen Sie sich Ideen für Zuhause!

Ute und Ulrich Kaufmann im Weingut der Stadt Alzey sorgen auch in diesem Jahr für das leibliche Wohl mit Imbiss und Getränken.

Ein Besuch beim Töpfermarkt Alzey lohnt sich wirklich!