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Dorothee Wenz – ein Künstlerinportrait

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Mein Name ist Dorothee Wenz und ich lebe in Schwabenheim an der Selz.

Wie würdest Du deine Keramik beschreiben?dorothee-wenz Gefäßedorothee.wenz Figurendorothee.wenz Gefäßedorothee.wenz Hasen
Zum einen baue ich schlichte Gefäße aus eingefärbten Massen, in unterschiedlichsten Farb-Schichtungen, Strukturen und Maserungen, die nach dem Brand geschliffen und poliert werden.
Zum anderen entstehen in meinem Atelier erdige Mischwesen, auch aus eingefärbten Massen, frei gebaut, mit gestisch gestalteten Zügen und eigener Mimik. Sie wirken skurril, gütig und irgendwie vertraut.

Wie hast Du mit Keramik angefangen und wie war Dein Weg bis heute?
Eigentlich wollte ich Lehrerin werden und habe in Mainz an der Johannes-Gutenberg-Universität Kunsterziehung studiert. Dabei belegte ich einen Kurs in der Keramikklasse- und blieb dort. Ich wechselte in die Freie Kunst und machte 1995 im Fach Keramik mein Diplom.
Seitdem arbeite ich als freischaffende Künstlerin.

Wer hat Dich damals und heute beeinflusst?
Während meines Studiums begegnete mir Jane von der Laake mit ihren besonderen Arbeiten aus eingefärbten Massen, und es war schnell klar, dass es auch für mich das Material war, mit dem ich in all seinen Möglichkeiten arbeiten wollte.
Auch die mich umgebenden Formen, Farben und Strukturen inspirieren mich immer wieder.

Wie oft warst Du schon auf dem Töpfermarkt Alzey?
Bisher nur als Besucherin.

Was gefällt Dir am Alzeyer Markt?
Er ist gemütlich, wenn auch manchmal etwas kalt wegen der Jahreszeit.

Auf welchen Märkten –ausser Alzey – bist Du vertreten?
Ich gehe nur ganz selten auf Märkte.

Kann man Dich in Deinem Atelier besuchen?
Sehr gerne!
Kontaktinformationen:
Adresse:
Dorothee Wenz
Pestalozzistr. 4
55270 Schwabenheim

Telefon:06130 947990
Email: info@dorothee-wenz.de
http://dorothee-wenz.de
Instagram: dorothee.wenz

4 Millimeter entscheiden..

photo-2019-05-28-10-39-41Bei der 1. Offenen Deutschen Töpfermeisterschaft beim Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen am Wochenende machten insgesamt 12 Teilnehmer/innen (Martin Ernst und Job Heykamp waren auch dabei..) mit.

In drei Vorrunden mit je vier Töpfer/innen wurde in drei Durchgängen der Vorrundensieger/in ermittelt.

In den einzelnen Runden mussten unterschiedliche Gefäße und Formen in einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Menge Ton hergestellt werden.

In der Finalrunde (zwei Durchgänge – Schale mit maximale Breite, Zylinder mit maximale Höhe)) setzte sich dann Armin Skirde vor Susanne Lukàs-Ringel (beide Töpfermarkt AlzeyerInnen) und Willibrord Börger ganz knapp durch.

Am Ende entschieden 4 Millimeter….

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Tasse mit Henkel (x 2)

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Wir haben alle Tassen im Schrank“ schreibt das Keramikmuseum Westerwald

60 Keramiker von Australien bis Taiwan und von Berlin nach Diessen am Ammersee nahmen am Wettbewerb zum Keramikmarektteil. Die Ausstellung zeigt eine große Vielfalt an Tassen, die auch alle zum Verkauf angeboten werden. 5 Preise werden von den Firmen Sibelco, Goerg&Schneider, Laufen Roca, der Sparkasse Westerwald-Sieg und der Stadt Höhr-Grenzhausen ausgelobt. Die Besucher können während des Markts von 25. bis zum 26. Juni 11.00 Uhr ihre Stimme für den Publikumspreis abgeben.

Und wer hat den (mit €500 dotierten) Preis der Fa. Sibelco gewonnen?

Claudia Henkel, seit 2008 Ausstellerin am Töpfermarkt Alzey.

Wir gratulieren!

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Sonderausstellung 2019 – „Ins Leben gerufen“

Opa+OmaDas Gründer-Ehepaar Katharina Maria Solga und Ewald Benedikt Solga organisierte seit 1987 das „Stelldichein der Töpfer“ in Alzey.

Katharina selbst arbeitete bis ins hohe Alter als Töpferin und war bis ins Jahr 2016 mit ihrer Keramik Teilnehmerin am Töpfermarkt.

Eine Zeitreise mit einer spannenden Auswahl ihrer Arbeiten wird in der Ausstellung gezeigt.

Den richtigen Ton getroffen

Von Jan Haugner 10.November 2018

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ALZEY – Krokodile, Schlangen und zwitschernde Vögel – Alzey hat zwar keinen Zoo, echt genug sehen die Tiere aber allemal aus. Neben Tellern, Blumentöpfen und Co. finden sich auch zahlreiche tierische Produktionen auf dem Töpfermarkt. Bei der 32. Auflage präsentieren wieder ebenso viele Aussteller ihre Erzeugnisse in den Höfen des Burggrafiats und Stadtweinguts. „Das ist wirklich eine hochwertige Veranstaltung“, lobt Werner Klas. Besonders die Abwesenheit von billig produzierten Keramikprodukten freut den Fachmann. Gemeinsam mit seinem Kollegen Georg Mathes ist er für die Sonderausstellung „ceraReptilia“ verantwortlich. Seit 25 Jahren betreibt er mit seinem Kollegen eine Werkstatt in Hilgert bei Koblenz. Dort stellen sie Tierskulpturen aus Ton her. Wer sich dem Stand nähert, erkennt sofort, dass der Fokus auf Reptilien liegt. Schlangen mit funkelnden Augen und Geckos, die majestätisch auf Ästen thronen, schmücken die Ausstellungsfläche. Besonders sticht das teuerste Stück hervor, wer 690 Euro zahlt, kann ein braun-geschupptes Krokodil mitnehmen. In Lauerstellung steht der Räuber auf dem Boden und blickt den Betrachter an. Nach zahlreichen Arbeitstagen, Modellierarbeiten und 1230 Grad im Brennofen ist aus dem ehemals hochbrennenden Steinzeug ein echtes Kunstwerk geworden.
Etwas alltagstauglicher geht es bei den regulären Ausstellern zu. Hier finden sich Teller, Müslischalen, Eierbecher und Co. in allen Farben und Formen. Egal ob stilvoll schwarz-weiß, klassisch braun oder eher ausgefallen mit geflügelten Schweinen, jeder Geschmack wird bedient. Auch wer etwas für den kleinen Geldbeutel sucht, wird hier fündig. Getöpferte Blumenstecker für zwei Euro, Eierbecher für fünf oder die Müslischale für 14 findet man hier ebenso wie die Espressotasse mit Untersetzer für 23 Euro oder einen dekorativen Teller für knapp 100. Der Käufer kann sich dabei stets darauf verlassen, dass er ein echtes Stück Handwerkskunst in den Händen hält.
Wie in den vergangenen Jahren, konnten die Veranstalter wieder aus einer Vielzahl hochkarätiger Bewerbungen wählen. Auf die Ausstellerliste hat es 2018 auch wieder Martin Lietsch geschafft, seit Jahren ist der Künstler aus der Nähe von Gießen Stammgast. Ob Udu, Okarina oder Cuica, bei dem Experten gibt es reichlich Auswahl. Doch wovon eigentlich? Ein Udu sieht ungefähr aus wie eine große rundliche Blumenvase mit einem zusätzlichen seitlichen Loch, schlägt man darauf, gibt das afrikanische Percussioninstrument Töne von sich. Ein Cuica aus Brasilien gleicht einer Trommel mit Stab in der Mitte, zieht man daran, quietscht sie laut. Für Begeisterung sorgt Lietschs Vorführung seiner zwitschernden Okarinas: „Das hast du toll gemacht“, lobt ein Besucher. Bunt bemalt in Form eines kleinen Vogels sind die Flöten auch äußerst dekorativ. „Ich bin vorhin mal rumgegangen, man sieht tolle Designs, gute Arbeiten von ausgewählten Kollegen“, freut sich Martin Lietsch.
Wer sich für den anbrechenden Winter eindecken will, findet neben Adventskränzen auch Keramik-Feuerschalen. Einladend knistert darin ein Feuer zwischen den großen Stahltoren des Stadtweingutes.