4 Millimeter entscheiden..

photo-2019-05-28-10-39-41Bei der 1. Offenen Deutschen Töpfermeisterschaft beim Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen am Wochenende machten insgesamt 12 Teilnehmer/innen (Martin Ernst und Job Heykamp waren auch dabei..) mit.

In drei Vorrunden mit je vier Töpfer/innen wurde in drei Durchgängen der Vorrundensieger/in ermittelt.

In den einzelnen Runden mussten unterschiedliche Gefäße und Formen in einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Menge Ton hergestellt werden.

In der Finalrunde (zwei Durchgänge – Schale mit maximale Breite, Zylinder mit maximale Höhe)) setzte sich dann Armin Skirde vor Susanne Lukàs-Ringel (beide Töpfermarkt AlzeyerInnen) und Willibrord Börger ganz knapp durch.

Am Ende entschieden 4 Millimeter….

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Tasse mit Henkel (x 2)

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Wir haben alle Tassen im Schrank“ schreibt das Keramikmuseum Westerwald

60 Keramiker von Australien bis Taiwan und von Berlin nach Diessen am Ammersee nahmen am Wettbewerb zum Keramikmarektteil. Die Ausstellung zeigt eine große Vielfalt an Tassen, die auch alle zum Verkauf angeboten werden. 5 Preise werden von den Firmen Sibelco, Goerg&Schneider, Laufen Roca, der Sparkasse Westerwald-Sieg und der Stadt Höhr-Grenzhausen ausgelobt. Die Besucher können während des Markts von 25. bis zum 26. Juni 11.00 Uhr ihre Stimme für den Publikumspreis abgeben.

Und wer hat den (mit €500 dotierten) Preis der Fa. Sibelco gewonnen?

Claudia Henkel, seit 2008 Ausstellerin am Töpfermarkt Alzey.

Wir gratulieren!

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Sonderausstellung 2019 – „Ins Leben gerufen“

Opa+OmaDas Gründer-Ehepaar Katharina Maria Solga und Ewald Benedikt Solga organisierte seit 1987 das „Stelldichein der Töpfer“ in Alzey.

Katharina selbst arbeitete bis ins hohe Alter als Töpferin und war bis ins Jahr 2016 mit ihrer Keramik Teilnehmerin am Töpfermarkt.

Eine Zeitreise mit einer spannenden Auswahl ihrer Arbeiten wird in der Ausstellung gezeigt.

Den richtigen Ton getroffen

Von Jan Haugner 10.November 2018

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ALZEY – Krokodile, Schlangen und zwitschernde Vögel – Alzey hat zwar keinen Zoo, echt genug sehen die Tiere aber allemal aus. Neben Tellern, Blumentöpfen und Co. finden sich auch zahlreiche tierische Produktionen auf dem Töpfermarkt. Bei der 32. Auflage präsentieren wieder ebenso viele Aussteller ihre Erzeugnisse in den Höfen des Burggrafiats und Stadtweinguts. „Das ist wirklich eine hochwertige Veranstaltung“, lobt Werner Klas. Besonders die Abwesenheit von billig produzierten Keramikprodukten freut den Fachmann. Gemeinsam mit seinem Kollegen Georg Mathes ist er für die Sonderausstellung „ceraReptilia“ verantwortlich. Seit 25 Jahren betreibt er mit seinem Kollegen eine Werkstatt in Hilgert bei Koblenz. Dort stellen sie Tierskulpturen aus Ton her. Wer sich dem Stand nähert, erkennt sofort, dass der Fokus auf Reptilien liegt. Schlangen mit funkelnden Augen und Geckos, die majestätisch auf Ästen thronen, schmücken die Ausstellungsfläche. Besonders sticht das teuerste Stück hervor, wer 690 Euro zahlt, kann ein braun-geschupptes Krokodil mitnehmen. In Lauerstellung steht der Räuber auf dem Boden und blickt den Betrachter an. Nach zahlreichen Arbeitstagen, Modellierarbeiten und 1230 Grad im Brennofen ist aus dem ehemals hochbrennenden Steinzeug ein echtes Kunstwerk geworden.
Etwas alltagstauglicher geht es bei den regulären Ausstellern zu. Hier finden sich Teller, Müslischalen, Eierbecher und Co. in allen Farben und Formen. Egal ob stilvoll schwarz-weiß, klassisch braun oder eher ausgefallen mit geflügelten Schweinen, jeder Geschmack wird bedient. Auch wer etwas für den kleinen Geldbeutel sucht, wird hier fündig. Getöpferte Blumenstecker für zwei Euro, Eierbecher für fünf oder die Müslischale für 14 findet man hier ebenso wie die Espressotasse mit Untersetzer für 23 Euro oder einen dekorativen Teller für knapp 100. Der Käufer kann sich dabei stets darauf verlassen, dass er ein echtes Stück Handwerkskunst in den Händen hält.
Wie in den vergangenen Jahren, konnten die Veranstalter wieder aus einer Vielzahl hochkarätiger Bewerbungen wählen. Auf die Ausstellerliste hat es 2018 auch wieder Martin Lietsch geschafft, seit Jahren ist der Künstler aus der Nähe von Gießen Stammgast. Ob Udu, Okarina oder Cuica, bei dem Experten gibt es reichlich Auswahl. Doch wovon eigentlich? Ein Udu sieht ungefähr aus wie eine große rundliche Blumenvase mit einem zusätzlichen seitlichen Loch, schlägt man darauf, gibt das afrikanische Percussioninstrument Töne von sich. Ein Cuica aus Brasilien gleicht einer Trommel mit Stab in der Mitte, zieht man daran, quietscht sie laut. Für Begeisterung sorgt Lietschs Vorführung seiner zwitschernden Okarinas: „Das hast du toll gemacht“, lobt ein Besucher. Bunt bemalt in Form eines kleinen Vogels sind die Flöten auch äußerst dekorativ. „Ich bin vorhin mal rumgegangen, man sieht tolle Designs, gute Arbeiten von ausgewählten Kollegen“, freut sich Martin Lietsch.
Wer sich für den anbrechenden Winter eindecken will, findet neben Adventskränzen auch Keramik-Feuerschalen. Einladend knistert darin ein Feuer zwischen den großen Stahltoren des Stadtweingutes.

Alzeyer Töpfermarkt bietet hochwertige Keramik

In der Szene hat der Markt in Stadtweingut und Burggrafiat schon längst einen hervorragenden Ruf. Namhafte Keramiker sind auch bei der 32. Auflage dabei.

Von Thomas Ehlke 6. November 2018

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ALZEY – Der Leguan liegt lauernd auf einem morschen Ast, die Augen starr einen Punkt im Raum fixierend. Es scheint, als schnelle jeden Moment seine klebrige Zunge hervor, um ein Insekt zu fangen. Doch das wird nicht geschehen. Denn der Leguan ist aus Ton gebrannt, leblos also, und wirkt doch so lebendig. Das gilt auch für die anderen exotischen Geschöpfe, die die beiden Keramiker Georg Mathes und Werner Klas geschaffen haben und die beim 32. Alzeyer Töpfermarkt am Wochenende in der Sonderausstellung „ceraReptilia“ zu sehen sind.
Skulpturen setzen Kontrapunkt im Angebot
„Man muss mit Farben arbeiten, die bei den hohen Temperaturen des Brennvorgangs am Ende auch die gewünschte Farbgebung erhalten“, sagt Frank Jung zur Authentizität der Werke. Der Sprecher des „Freundeskreises Töpfermarkt Alzey“ hält die organisatorischen Fäden in Händen. Dass die Wahl bei der Bestückung der Sonderausstellung auf Mathes und Klas gefallen ist, verwundert nicht, haben sich beide in der Szene schon seit mehr als zehn Jahren mit ihren naturalistischen Tierdarstellungen einen Namen gemacht. „Das ist eine hohe Kunst“, unterstreicht der Münchwalder die besondere Qualität der irdenen Reptilien. Die Skulpturen setzen einen Kontrapunkt zum übrigen Angebot des Töpfermarktes.
Der bietet auch in seiner 32. Auflage wieder hochwertige, handgefertigte Gebrauchskeramik vom Eierbecher bis zur großen Obstschale. Die Produkte stammen aus Werkstätten aus dem gesamten Bundesgebiet; viele der Aussteller sind preisgekrönt. Und die hohe Qualität der Produkte ist es auch, die den Markt zu den führenden Ereignissen des Genres in der Republik gemacht hat. Andernorts gibt es zwar mehr Aussteller, aber bei der qualitativen Dichte ist der Alzeyer Markt ganz weit vorne.
DATEN & FAKTEN

Der 32. Alzeyer Töpfermarkt findet von Freitag, 9., bis Sonntag, 11. November, in Stadtweingut und Burggrafiat statt. Geöffnet ist er am Freitag von 14 bis 18 Uhr, am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. 32 Meisterwerkstätten bieten Gebrauchsgeschirr, handwerkliche Kleinserien und Unikate zum Verkauf an. Dem Markt angegliedert ist die Sonderausstellung „ceraReptilia“.

 

Das belegt auch die Tatsache, dass beim Freundeskreis alljährlich neue Bewerbungen von namhaften Keramikern eingehen, die jedoch nur bedingt berücksichtigt werden können. „Wir können aber nicht mehr als die 32 Standplätze vergeben, die wir gegenwärtig haben“, verweist Jung auf Kapazitätsgrenzen in den Höfen von Stadtgut und Burggrafiat.
Voll des Lobes ist Frank Jung mit Blick auf das Publikum. „Die Leute sind sehr fachkundig und wissen die gebotene Qualität zu schätzen“, stellt der Sprecher des Freundeskreises fest. Meckereien über zu hohe Preise gebe es deshalb nicht. Jung wertet die Tatsache, dass Besucher aus dem Raum Mainz/Wiesbaden/Frankfurt, aber auch aus Mannheim, Kaiserslautern und sogar Karlsruhe nach Alzey kommen als Zeugnis dafür, dass den Kunden der Töpfermarkt eine längere Anreise wert ist.
Für die Verköstigung der Besucher sorgt auch diesmal wieder das Team vom Stadtweingut mit Leckereien und eigenen Erzeugnissen.