Allgemeine Zeitung: Töpfermarkt: Ärger mit Behörde wegen Termin

ALZEY – „Wir haben eine dunkelgelbe Karte von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier bekommen“, schildert Bürgermeister Christoph Burkhard. Da aber die Planung des diesjährigen Töpfermarktes schon sehr vorangeschritten gewesen sei, durfte die Veranstaltung wieder am Wochenende des Totensonntags stattfinden. „Zum letzten Mal“, verkündet Burkhard.
Im Hintergrund der Warnung der ADD steht die Landesverordnung über den Schutz der Sonn- und Feiertage, die besagt, dass an stillen Feiertagen keine Märkte organisiert werden dürfen.
„Dies ist nach 28 Jahren eine große Umstellung für unsere Kundschaft“, zeigt sich Organisator Wilhelm Schmitz vom Freundeskreis Töpfermarkt Alzey enttäuscht. Denn der Markt habe sich bereits etabliert und eine Stammkundschaft entwickelt. „Und die Leute wissen, dass er immer an diesem Wochenende stattfindet“, fügt Schmitz hinzu.
Im nächsten Jahr wird der Markt also zwei Wochen früher eröffnet. „Die Termine stehen schon fest: zwischen dem 6. und 8. November 2015“, berichtet Schmitz und fährt fort: „Ich kann nur hoffen, dass die Gäste auf das Datum in der Einladung achten werden.“ 31 Keramikmeisterwerkstätten zeigen drei Tage lang ihre Produkte im Weingut der Stadt Alzey sowie im Burggrafiat. Sie bieten unter anderem Gebrauchsgeschirr, handwerkliche Kleinserien und Unikate zum Verkauf an. Parallel dazu gibt es eine Sonderausstellung zum Thema „Feuer und Flamme“ im Foyer des Stadtweinguts.
„Das Thema Feuer begleitet uns zum einen bei unserer Arbeit. Zum anderen ist sie auch ein Symbol für unseren Enthusiasmus und die Energie, mit der wir diese Veranstaltung organisieren“, erklärt Martin Goerg, ein weiteres Mitglied des Freundeskreises Töpfermarkt Alzey. Das, was den Markt ausmache, sei das Angebot: „Wir verkaufen hier Gebrauchskeramik auf sehr hohem Niveau“, schildert er.
Dies bestätigen auch viele Besucher des Töpfermarktes. Margot Roolfs aus Wörrstadt kommt seit Jahren immer wieder, weil sie die Qualität der Produkte sehr schätzt. Gerade eben hat sie eine Schale gekauft als Geschenk für eine Bekannte.
Alenka Augustinovic hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Markt besucht und „war begeistert.“ Unterteller für die Tassen, die sie 2013 gekauft hat, steht auf ihrem Einkaufszettel. „Es ist toll, dass immer dieselben Künstler hierherkommen. So kann man Sachen nachkaufen“, meint die Besucherin. Die halbe Stunde Fahrt aus Gensingen nimmt sie gerne in Kauf: „Die Atmosphäre hier ist richtig schön.“
Auch die Mitinitiatorin des ersten Töpfermarktes vor 28 Jahren ist wieder dabei. Katharina Solga sitzt in der Passage zum Hof des Burggrafiats. „Es ist toll, wie sich diese Veranstaltung entwickelt hat“, sagt sie mit strahlenden Augen. Nur 16 Aussteller gab es in ihrem Hof in Ober-Hilbersheim. „Aber auch damals war der Markt sehr gut besucht“, erzählt sie stolz.
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