Großer Besucherandrang am Eröffnungstag des Töpfermarktes in Alzey

Wem der Gugelhupf wohl serviert wird? Das Keramik-Werk mit Koch und Narren weckt offensichtlich Neugier. Foto: photoagenten/Axel Schmitz

19.11.2011 – ALZEY
Von Andreas Riechert
Der Töpfermarkt ist und bleibt ein echter Publikumsmagnet. Auch im Jubiläumsjahr strömen die Besucher wieder in Scharen in die Schlossgasse, pilgern plaudernd zwischen Stadtweingut und Burggrafiat hin und her und bescheren der weit über die Grenzen der Volkerstadt hinaus bekannten Traditionsveranstaltung einen würdigen Rahmen zum 25-jährigen Bestehen. Am gestrigen Eröffnungstag hätte der Andrang kaum größer sein können.
Schon am frühen Nachmittag stöbern die Anhänger von Keramik und Glaskunst in der Auslage herum, bewundern die facettenreich gestalteten Werke der 29 Aussteller aus ganz Deutschland und können ihre Begeisterung über den Töpfermarkt kaum verbergen. Ob kunstvoll gearbeitete Vasen, Teller, Krüge und Blumentöpfe oder Geschirr für Kinder, Schalen, Figuren, Butterplatten und vieles mehr – die Zahl und Vielfalt der zum Verkauf stehenden Handwerksprodukte ist abermals beeindruckend. Entsprechend angetan zeigt sich denn auch das Publikum. Etwa Bernd Bodewing, der eigens aus Limburg nach Alzey angereist ist. „Jedes Produkt hier ist ein Unikat. Es gibt unterschiedlichste Hersteller, Techniken und Stile und man sieht einfach, wie viel Arbeit da drin steckt“, urteilt der Hesse, der den Töpfermarkt bereits seit über zehn Jahren besucht. Kurz vor Beginn der Advents- und Weihnachtszeit ist er auch auf der Suche nach einem netten Geschenk: „Was Passendes findet man hier eigentlich immer.“
Die Wörrstädterin Maria Poso ist zwar erst zum zweiten Mal in Alzey zu Gast, zeigt sich aber ebenfalls sehr angetan. „Es ist einfach schön hier. Es gibt viele Anbieter und sowohl Traditionelles als auch Modernes. Das gefällt mir“, bekräftigt Poso. Auf dem Töpfermarkt finde man eigentlich immer ein Präsent fürs Fest: „Und wenn ich ein besonders schönes Einzelstück finde, greife ich auch selbst gerne mal zu“, schmunzelt die Rheinhessin.
Dass der Töpfermarkt sich längst zu einer Hausnummer in der Szene entwickelt hat, wird unterdessen durch die Aussagen der Aussteller untermauert. Für Rosemarie Oswald von der Töpferei Gagel, die mit ihrem Ehemann Friedmar seit 15 Jahren zur Stammbesetzung im Stadtweingut zählt, ist die Veranstaltung „wunderschön und absolut klasse.“ Zumal die Organisatoren sich stets rührend um alles kümmerten. „Es ist klein, überschaubar, gemütlich und persönlich in Alzey. Im Prinzip sind wir hier wie eine große Töpferfamilie“, schwärmt Oswald, die an ihrem Stand Handarbeit aus der Oberlausitz präsentiert.
Aus Sachsen sind Charlotte und Sigard Böhmer zwar nicht, doch haben auch sie einen gehörigen Weg zurückgelegt, um aus der Nähe von Koblenz in die Volkerstadt zu gelangen und dort ihre liebevoll gestalteten Kreationen zu zeigen. Ein Aufwand, den die Böhmers seit 16 Jahren gerne auf sich nehmen. „Über all die Zeit ist das Niveau der angebotenen Ware hier immer gleich gut geblieben. Die Qualität stimmt einfach“, bringt Charlotte Böhmer das Erfolgsgeheimnis des beliebten Töpfermarktes auf den Punkt.
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/alzey/alzey/11372998.htm

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